{"id":2795,"date":"2021-08-26T10:28:17","date_gmt":"2021-08-26T10:28:17","guid":{"rendered":"https:\/\/eurogesetze.com\/?p=2795"},"modified":"2021-08-26T10:28:17","modified_gmt":"2021-08-26T10:28:17","slug":"verordnung-ueber-das-meisterpruefungsberufsbild-und-ueber-die-pruefungsanforderungen-in-den-teilen-i-und-ii-der-meisterpruefung-im-augenoptiker-handwerk-augenoptikermeisterverordnung-augoptmstrv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eurogesetze.com\/?p=2795","title":{"rendered":"Verordnung \u00fcber das Meisterpr\u00fcfungsberufsbild und \u00fcber die Pr\u00fcfungsanforderungen in den Teilen I und II der Meisterpr\u00fcfung im Augenoptiker-Handwerk (Augenoptikermeisterverordnung &#8211; AugOptMstrV)"},"content":{"rendered":"<p>Vollzitat: &#8222;Augenoptikermeisterverordnung vom 29. August 2005 (BGBl. I S. 2610), die durch Artikel 20 der Verordnung vom 17. November 2011 (BGBl. I S. 2234) ge\u00e4ndert worden ist&#8220;<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Eingangsformel<\/strong><\/p>\n<p>Auf Grund des \u00a7 45 Abs. 1 der Handwerksordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. September 1998 (BGBl. I S. 3074), der durch Artikel 1 Nr. 39 des Gesetzes vom 24. Dezember 2003 (BGBl. I S. 2934) ge\u00e4ndert worden ist, verordnet das Bundesministerium f\u00fcr Wirtschaft und Arbeit im Einvernehmen mit dem Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a7 1 Gliederung und Inhalt der Meisterpr\u00fcfung<\/strong><\/p>\n<p>Die Meisterpr\u00fcfung im zulassungspflichtigen Augenoptiker-Handwerk umfasst folgende selbst\u00e4ndige Pr\u00fcfungsteile:<\/p>\n<p>1. die Pr\u00fcfung der meisterhaften Verrichtung der wesentlichen T\u00e4tigkeiten (Teil I),<\/p>\n<p>2. die Pr\u00fcfung der erforderlichen fachtheoretischen Kenntnisse (Teil II),<\/p>\n<p>3. die Pr\u00fcfung der erforderlichen betriebswirtschaftlichen, kaufm\u00e4nnischen und rechtlichen Kenntnisse (Teil III) und<\/p>\n<p>4. die Pr\u00fcfung der erforderlichen berufs- und arbeitsp\u00e4dagogischen Kenntnisse (Teil IV).<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a7 2 Meisterpr\u00fcfungsberufsbild<\/strong><\/p>\n<p>(1) Durch die Meisterpr\u00fcfung wird festgestellt, dass der Pr\u00fcfling bef\u00e4higt ist, einen Betrieb selbst\u00e4ndig zu f\u00fchren, technische, kaufm\u00e4nnische und personalwirtschaftliche Leitungsaufgaben wahrzunehmen, die Ausbildung durchzuf\u00fchren, seine berufliche Handlungskompetenz eigenverantwortlich umzusetzen und an neue Bedarfslagen in diesen Bereichen anzupassen.<\/p>\n<p>(2) Im Augenoptiker-Handwerk sind zum Zwecke der Meisterpr\u00fcfung folgende Fertigkeiten und Kenntnisse als ganzheitliche Qualifikationen zu ber\u00fccksichtigen:<\/p>\n<p>1. Kundenw\u00fcnsche ermitteln, Kunden beraten, Serviceleistungen anbieten, Auftragsverhandlungen f\u00fchren und Auftragsziele festlegen, Leistungen kalkulieren und Angebote erstellen, Vertr\u00e4ge schlie\u00dfen,<\/p>\n<p>2. Aufgaben der technischen, kaufm\u00e4nnischen und personalwirtschaftlichen Betriebsf\u00fchrung wahrnehmen, insbesondere unter Ber\u00fccksichtigung der Betriebsorganisation, der betrieblichen Aus- und Weiterbildung, des Qualit\u00e4tsmanagements, der Haftungsvorschriften des Arbeitsschutzrechtes, des Datenschutzes, des Umweltschutzes sowie von Informations- und Kommunikationstechniken,<\/p>\n<p>3. Auftragsabwicklungsprozesse planen, organisieren, durchf\u00fchren und \u00fcberwachen,<\/p>\n<p>4. Auftr\u00e4ge durchf\u00fchren, insbesondere unter Ber\u00fccksichtigung von Fertigungstechniken, branchen\u00fcblicher Software, berufsbezogenen rechtlichen Vorschriften, Richtlinien und technischen Normen, Personal, Material und Ger\u00e4ten sowie Einsatzm\u00f6glichkeiten von Auszubildenden,<\/p>\n<p>5. bei der Versorgung mit Sehhilfen Kenntnisse der Anatomie und Physiologie auf das visuelle System anwenden,<\/p>\n<p>6. Sehsch\u00e4rfe messen und bewerten,<\/p>\n<p>7. Sehleistung messen und Methoden zum Erkennen von Sehleistungsminderungen anwenden, Ergebnisse darstellen und weiteres Vorgehen begr\u00fcnden; Auff\u00e4lligkeiten des Auges erkennen,<\/p>\n<p>8. Fehlsichtigkeit ermitteln und bewerten,<\/p>\n<p>9. Refraktion der Augen mit objektiven Methoden messen,<\/p>\n<p>10. Korrektionswerte mit subjektiven Messmethoden ermitteln und Korrektionsbedarf festlegen,<\/p>\n<p>11. Sehhilfen zur L\u00f6sung von Sehproblemen in Abh\u00e4ngigkeit der Sehaufgabe bestimmen,<\/p>\n<p>12. Fertigungsparameter f\u00fcr die Herstellung von Sehhilfen ermitteln,<\/p>\n<p>13. Brillengl\u00e4ser, insbesondere Spezialbrillengl\u00e4ser, ausw\u00e4hlen, messen, justieren und zentrieren,<\/p>\n<p>14. Kontaktlinsen und Brillen nach optischen, anatomischen, \u00f6konomischen und \u00e4sthetischen Gesichtspunkten ausw\u00e4hlen, anpassen und abgeben,<\/p>\n<p>15. Kontaktlinsen und Hygienemittel unter Ber\u00fccksichtigung der Anforderung berufsbezogener rechtlicher Vorschriften handhaben und lagern; Hygienemittel ausw\u00e4hlen und Kunden in die Anwendung einweisen,<\/p>\n<p>16. Vergr\u00f6\u00dferungsbedarf bei Sehbehinderung bestimmen sowie optische und elektronisch vergr\u00f6\u00dfernde Sehhilfen ausw\u00e4hlen, anpassen, modifizieren und abgeben,<br \/>\n17. Fertigungsgenauigkeit der Sehhilfen kontrollieren und beurteilen, Kunden in den Gebrauch einweisen sowie Nachbetreuung und Funktionskontrollen durchf\u00fchren,<br \/>\n18. Leistungen abrechnen, Dokumentation erstellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a7 3 Gliederung des Teils I<\/strong><\/p>\n<p>Der Teil I der Meisterpr\u00fcfung umfasst als Pr\u00fcfungsbereich ein Meisterpr\u00fcfungsprojekt und ein darauf bezogenes Fachgespr\u00e4ch.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a7 4 Meisterpr\u00fcfungsprojekt<\/strong><\/p>\n<p>(1) Der Pr\u00fcfling hat ein Meisterpr\u00fcfungsprojekt durchzuf\u00fchren, das einem Kundenauftrag entspricht. Die auftragsbezogenen Kundenanforderungen werden vom Meisterpr\u00fcfungsausschuss festgelegt. Das Meisterpr\u00fcfungsprojekt besteht aus Planungs-, Durchf\u00fchrungs- und Dokumentationsarbeiten.<\/p>\n<p>(2) Als Planungsarbeit nach Absatz 1 erarbeitet der Pr\u00fcfling ein Umsetzungskonzept und eine Kalkulation. Dabei sind sowohl die individuelle Sehaufgabe als auch Wirtschaftlichkeitsaspekte zu ber\u00fccksichtigen und Alternativen aufzuzeigen.<\/p>\n<p>(3) Es sind folgende Arbeiten durchzuf\u00fchren:<\/p>\n<p>1. Fehlsichtigkeit durch eine Augenglasbestimmung unter Anwendung objektiver und subjektiver Methoden feststellen. Ergebnisse beurteilen und Korrektionsbedarf entsprechend der individuellen Sehaufgabe festlegen,<\/p>\n<p>2. Inspektion des Auges und Messungen f\u00fcr eine Kontaktlinsenanpassung durchf\u00fchren sowie Parameter der Messlinsen bestimmen,<\/p>\n<p>3. Brille anfertigen, anpassen und Fertigungsgenauigkeit beurteilen oder Kontaktlinsenanpassung durchf\u00fchren.<\/p>\n<p>(4) Die Arbeiten nach Absatz 3 sind zu dokumentieren.<\/p>\n<p>(5) Die Planungs-, Kalkulations- und Dokumentationsunterlagen werden mit 35 vom Hundert und die durchgef\u00fchrten Arbeiten mit 65 vom Hundert gewichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a7 5 Fachgespr\u00e4ch<\/strong><\/p>\n<p>Nach Durchf\u00fchrung des Meisterpr\u00fcfungsprojekts ist hier\u00fcber ein Fachgespr\u00e4ch zu f\u00fchren. Dabei soll der Pr\u00fcfling nachweisen, dass er die fachlichen Zusammenh\u00e4nge aufzeigen kann, die dem Meisterpr\u00fcfungsprojekt zugrunde liegen, den Ablauf des Meisterpr\u00fcfungsprojekts begr\u00fcnden und mit dem Meisterpr\u00fcfungsprojekt verbundene berufsbezogene Probleme sowie deren L\u00f6sungen darstellen kann und dabei in der Lage ist, neue Entwicklungen zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a7 6 Pr\u00fcfungsdauer und Bestehen des Teils I<\/strong><\/p>\n<p>(1) Die Durchf\u00fchrung des Meisterpr\u00fcfungsprojekts soll nicht l\u00e4nger als zwei Arbeitstage und das Fachgespr\u00e4ch nicht l\u00e4nger als 30 Minuten dauern.<\/p>\n<p>(2) Das Meisterpr\u00fcfungsprojekt und das Fachgespr\u00e4ch werden gesondert bewertet. Die Pr\u00fcfungsleistungen im Meisterpr\u00fcfungsprojekt und im Fachgespr\u00e4ch werden im Verh\u00e4ltnis 2 : 1 gewichtet. Hieraus wird eine Gesamtbewertung gebildet.<\/p>\n<p>(3) Mindestvoraussetzung f\u00fcr das Bestehen des Teils I der Meisterpr\u00fcfung ist eine insgesamt ausreichende Pr\u00fcfungsleistung, wobei die Pr\u00fcfung weder im Meisterpr\u00fcfungsprojekt noch im Fachgespr\u00e4ch mit weniger als 30 Punkten bewertet worden sein darf.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a7 7 Gliederung, Pr\u00fcfungsdauer und Bestehen des Teils II<\/strong><\/p>\n<p>(1) Durch die Pr\u00fcfung in Teil II soll der Pr\u00fcfling in den in Absatz 2 genannten Handlungsfeldern seine Handlungskompetenz dadurch nachweisen, dass er Probleme analysieren und bewerten sowie L\u00f6sungswege aufzeigen und dokumentieren und dabei aktuelle Entwicklungen ber\u00fccksichtigen kann.<\/p>\n<p>(2) Handlungsfelder sind:<\/p>\n<p>1. Physiologie des Sehens,<\/p>\n<p>2. Versorgung mit Sehhilfen,<\/p>\n<p>3. Auftragsabwicklung,<\/p>\n<p>4. Betriebsf\u00fchrung und Betriebsorganisation.<\/p>\n<p>(3) In jedem der Handlungsfelder ist mindestens eine Aufgabe zu bearbeiten, die fallorientiert sein muss:<\/p>\n<p>1. Physiologie des Sehens<br \/>\nDer Pr\u00fcfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, augenoptische, anatomische, physiologische und aus Messungen gewonnene Sachverhalte zu beurteilen und zu beschreiben sowie Kenntnisse der Pharmakologie und der Humanbiologie auf die physiologische und visuelle Optik anzuwenden. Bei der jeweiligen Aufgabenstellung sollen mehrere der unter Buchstabe a bis f aufgef\u00fchrten Qualifikationen verkn\u00fcpft werden:<\/p>\n<p>a) Aufbau und Funktion des visuellen Systems darstellen,<\/p>\n<p>b) Auswirkungen verschiedener Sehhilfen auf das visuelle System darstellen und bewerten,<\/p>\n<p>c) Methoden zur objektiven und subjektiven Refraktionsbestimmung darstellen und ihre Anwendung begr\u00fcnden,<\/p>\n<p>d) Anforderungen des Binokularsehens bei der Refraktionsbestimmung darstellen und begr\u00fcnden,<\/p>\n<p>e) Methoden zur Messung, Beurteilung und Optimierung visueller Funktionen darstellen und ihre Anwendung begr\u00fcnden,<\/p>\n<p>f) Methoden zum Erkennen von Sehleistungsminderungen darstellen;<\/p>\n<p>2. Versorgung mit Sehhilfen<br \/>\nDer Pr\u00fcfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, augenoptische Aufgaben und Probleme unter Beachtung wirtschaftlicher, \u00f6kologischer und chemischer Aspekte in einem Augenoptikerbetrieb zu bearbeiten. Dabei soll er berufsbezogene Sachverhalte analysieren und bewerten. Bei der jeweiligen Aufgabenstellung sollen mehrere der unter Buchstabe a bis h aufgef\u00fchrten Qualifikationen verkn\u00fcpft werden:<\/p>\n<p>a) Aufbau und Funktion unterschiedlicher Korrektionsmittel erl\u00e4utern,<\/p>\n<p>b) Anwendungsm\u00f6glichkeiten unterschiedlicher Korrektionsmittel unter Ber\u00fccksichtigung der Abbildungseigenschaften unterscheiden und begr\u00fcnden,<\/p>\n<p>c) Anforderungen der optischen Brillenanpassung unter Ber\u00fccksichtigung anatomischer, \u00f6konomischer und \u00e4sthetischer Aspekte darstellen und beurteilen,<\/p>\n<p>d) M\u00f6glichkeiten einer individuellen Kundenberatung aufzeigen,<\/p>\n<p>e) Messverfahren zur Kontaktlinsenkorrektion beschreiben und fallbezogene Anwendung begr\u00fcnden,<\/p>\n<p>f) Wirkungsweise von Kontaktlinsen unter Ber\u00fccksichtigung unterschiedlicher Materialien und Geometrien darstellen und Anwendung begr\u00fcnden,<\/p>\n<p>g) Kontaktlinsenhygiene darstellen und Hygieneanforderungen begr\u00fcnden,<\/p>\n<p>h) Zusammensetzung und Wirkungsweise von Kontaktlinsenhygienemitteln beschreiben und Einsatz begr\u00fcnden;<\/p>\n<p>3. Auftragsabwicklung<br \/>\nDer Pr\u00fcfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, Auftragsabwicklungsprozesse, auch unter Anwendung branchen\u00fcblicher Software, erfolgs-, kunden- und qualit\u00e4tsorientiert zu planen, deren Durchf\u00fchrung zu kontrollieren und sie abzuschlie\u00dfen. Bei der jeweiligen Aufgabenstellung sollen mehrere der unter Buchstabe a bis i aufgef\u00fchrten Qualifikationen verkn\u00fcpft werden:<\/p>\n<p>a) M\u00f6glichkeiten der Auftragsbeschaffung darstellen,<\/p>\n<p>b) Angebotsunterlagen erstellen und Angebote auswerten, Angebotskalkulation durchf\u00fchren,<\/p>\n<p>c) Methoden und Verfahren der Arbeitsplanung und -organisation unter Ber\u00fccksichtigung von Mess-, Fertigungs- und Instandsetzungstechniken, gestalterischer Aspekte sowie des Einsatzes von Material, Ger\u00e4ten und Personal bewerten, dabei qualit\u00e4tssichernde Aspekte darstellen und Schnittstellen zwischen Arbeitsbereichen ber\u00fccksichtigen,<\/p>\n<p>d) berufsbezogene rechtliche Vorschriften, Richtlinien und technische Normen sowie anerkannte Regeln der Technik anwenden, insbesondere Haftung bei der Herstellung und Instandhaltung sowie bei Dienstleistungen beurteilen,<\/p>\n<p>e) Bedeutung von Pr\u00fcf- und \u00dcbergabeprotokollen erl\u00e4utern,<\/p>\n<p>f) auftragsbezogenen Einsatz von Material und Ger\u00e4ten bestimmen und begr\u00fcnden,<\/p>\n<p>g) Unterauftr\u00e4ge vergeben und kontrollieren,<\/p>\n<p>h) Schadensaufnahme an Sehhilfen darstellen, Instandsetzungsmethoden vorschlagen und die erforderliche Abwicklung festlegen,<\/p>\n<p>i) Vor- und Nachkalkulation durchf\u00fchren;<\/p>\n<p>4. Betriebsf\u00fchrung und Betriebsorganisation<br \/>\nDer Pr\u00fcfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, Aufgaben der Betriebsf\u00fchrung und Betriebsorganisation unter Ber\u00fccksichtigung der rechtlichen Vorschriften, auch unter Anwendung von Informations- und Kommunikationssystemen, wahrzunehmen. Bei der jeweiligen Aufgabenstellung sollen mehrere der unter Buchstabe a bis h aufgef\u00fchrten Qualifikationen verkn\u00fcpft werden:<\/p>\n<p>a) betriebliche Kosten ermitteln, dabei betriebswirtschaftliche Zusammenh\u00e4nge ber\u00fccksichtigen,<\/p>\n<p>b) betriebliche Kostenstruktur \u00fcberpr\u00fcfen; betriebliche Kennzahlen ermitteln,<\/p>\n<p>c) Marketingma\u00dfnahmen zur Kundenpflege und zur Gewinnung neuer Kunden vor dem Hintergrund technischer und wirtschaftlicher Entwicklungen erarbeiten,<\/p>\n<p>d) betriebliches Qualit\u00e4tsmanagement planen und darstellen,<\/p>\n<p>e) Aufgaben der Personalverwaltung wahrnehmen; den Zusammenhang zwischen Personalverwaltung sowie Personalf\u00fchrung und -entwicklung darstellen,<\/p>\n<p>f) betriebsspezifische Ma\u00dfnahmen zur Einhaltung der arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen und des Umweltschutzes sowie zur Arbeitsplatzgestaltung entwickeln; Gefahrenpotenziale beurteilen und Ma\u00dfnahmen zur Gefahrenvermeidung und -beseitigung festlegen,<\/p>\n<p>g) Betriebs- und Lagerausstattung planen und darstellen,<\/p>\n<p>h) Chancen und Risiken betrieblicher Kooperation darstellen und beurteilen.<\/p>\n<p>(4) Die Pr\u00fcfung in Teil II ist schriftlich durchzuf\u00fchren. Sie soll in jedem Handlungsfeld nicht l\u00e4nger als drei Stunden dauern. Eine Pr\u00fcfungsdauer von sechs Stunden t\u00e4glich darf nicht \u00fcberschritten werden.<\/p>\n<p>(5) Die Gesamtbewertung des Teils II wird aus dem arithmetischen Mittel der Einzelbewertungen der Handlungsfelder gem\u00e4\u00df Absatz 2 gebildet.<\/p>\n<p>(6) Wurden in h\u00f6chstens zwei der in Absatz 2 genannten Handlungsfelder jeweils mindestens 30 und weniger als 50 Punkte erreicht, kann in einem dieser Handlungsfelder eine m\u00fcndliche Erg\u00e4nzungspr\u00fcfung durchgef\u00fchrt werden, wenn diese das Bestehen des Teils II der Meisterpr\u00fcfung erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>(7) Mindestvoraussetzung f\u00fcr das Bestehen des Teils II der Meisterpr\u00fcfung ist eine insgesamt ausreichende Pr\u00fcfungsleistung. Die Pr\u00fcfung des Teils II ist nicht bestanden, wenn<\/p>\n<p>1. ein Handlungsfeld mit weniger als 30 Punkten bewertet worden ist oder<\/p>\n<p>2. nach durchgef\u00fchrter Erg\u00e4nzungspr\u00fcfung zwei Handlungsfelder jeweils mit weniger als 50 Punkten bewertet worden sind.<\/p>\n<p>Fu\u00dfnote<br \/>\n(+++ \u00a7 7 Abs. 6 u. 7: Zur Anwendung vgl. \u00a7 9 +++)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a7 8 Allgemeine Pr\u00fcfungs- und Verfahrensregelungen, weitere Regelungen zur Meisterpr\u00fcfung<\/strong><\/p>\n<p>(1) Die Vorschriften der Meisterpr\u00fcfungsverfahrensverordnung vom 17. Dezember 2001 (BGBl. I S. 4154) in der jeweils geltenden Fassung bleiben unber\u00fchrt.<\/p>\n<p>(2) Die Pr\u00fcfung in den Teilen III und IV der Meisterpr\u00fcfung bestimmt sich nach der Allgemeinen Meisterpr\u00fcfungsverordnung vom 26. Oktober 2011 (BGBl. I S. 2149) in der jeweils geltenden Fassung.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a7 9 \u00dcbergangsvorschrift<\/strong><\/p>\n<p>Die Regelungen des \u00a7 7 Absatz 6 und 7 gelten nicht f\u00fcr die bis zum 31. Dezember 2011 begonnenen Pr\u00fcfungsverfahren. Diese werden nach den bisherigen Vorschriften zu Ende gef\u00fchrt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a7 10 Inkrafttreten, Au\u00dferkrafttreten<\/strong><\/p>\n<p>Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2006 in Kraft.<\/p>\n<div class=\"social-share-buttons\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https:\/\/eurogesetze.com\/?p=2795\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Facebook<\/a><a href=\"https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?url=https:\/\/eurogesetze.com\/?p=2795&text=Verordnung+%C3%BCber+das+Meisterpr%C3%BCfungsberufsbild+und+%C3%BCber+die+Pr%C3%BCfungsanforderungen+in+den+Teilen+I+und+II+der+Meisterpr%C3%BCfung+im+Augenoptiker-Handwerk+%28Augenoptikermeisterverordnung+%E2%80%93+AugOptMstrV%29\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Twitter<\/a><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/shareArticle?url=https:\/\/eurogesetze.com\/?p=2795&title=Verordnung+%C3%BCber+das+Meisterpr%C3%BCfungsberufsbild+und+%C3%BCber+die+Pr%C3%BCfungsanforderungen+in+den+Teilen+I+und+II+der+Meisterpr%C3%BCfung+im+Augenoptiker-Handwerk+%28Augenoptikermeisterverordnung+%E2%80%93+AugOptMstrV%29\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LinkedIn<\/a><a href=\"https:\/\/pinterest.com\/pin\/create\/button\/?url=https:\/\/eurogesetze.com\/?p=2795&description=Verordnung+%C3%BCber+das+Meisterpr%C3%BCfungsberufsbild+und+%C3%BCber+die+Pr%C3%BCfungsanforderungen+in+den+Teilen+I+und+II+der+Meisterpr%C3%BCfung+im+Augenoptiker-Handwerk+%28Augenoptikermeisterverordnung+%E2%80%93+AugOptMstrV%29\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pinterest<\/a><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vollzitat: &#8222;Augenoptikermeisterverordnung vom 29. 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