{"id":1672,"date":"2021-05-28T13:41:27","date_gmt":"2021-05-28T13:41:27","guid":{"rendered":"https:\/\/eurogesetze.com\/?p=1672"},"modified":"2021-05-28T13:42:12","modified_gmt":"2021-05-28T13:42:12","slug":"altoelverordnung-altoelv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/eurogesetze.com\/?p=1672","title":{"rendered":"Alt\u00f6lverordnung (Alt\u00f6lV)"},"content":{"rendered":"<p>Alt\u00f6lV<br \/>\nVollzitat: &#8222;Alt\u00f6lverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 16. April 2002 (BGBl. I S. 1368), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 5. Oktober 2020 (BGBl. I S. 2091) ge\u00e4ndert worden ist&#8220;<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a7 1 Anwendungsbereich<\/strong><\/p>\n<p>(1) Diese Verordnung gilt f\u00fcr<\/p>\n<p>1. die stoffliche Verwertung,<br \/>\n2. die energetische Verwertung und<br \/>\n3. die Beseitigung<\/p>\n<p>von Alt\u00f6l.<\/p>\n<p>(2) Diese Verordnung gilt f\u00fcr<\/p>\n<p>1. Erzeuger, Besitzer, Sammler und Bef\u00f6rderer von Alt\u00f6l,<br \/>\n2. Betreiber von Alt\u00f6lentsorgungsanlagen und<br \/>\n3. \u00f6ffentlich-rechtliche Entsorgungstr\u00e4ger.<\/p>\n<p>(3) Diese Verordnung gilt nicht f\u00fcr PCB\/PCT-haltiges Alt\u00f6l, das zugleich PCB nach \u00a7 1 Absatz 2 Nummer 2 der PCB\/PCT-Abfallverordnung ist und nach den Vorschriften dieser Verordnung zu beseitigen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a7 1a Definitionen<\/strong><\/p>\n<p>(1) Alt\u00f6le im Sinne dieser Verordnung sind \u00d6le, die als Abfall anfallen und die ganz oder teilweise aus Mineral\u00f6l, synthetischem oder biogenem \u00d6l bestehen.<\/p>\n<p>(2) Aufbereitung ist jedes Verfahren, bei dem Basis\u00f6le durch Raffinationsverfahren aus Alt\u00f6len erzeugt werden und bei denen insbesondere die Abtrennung der Schadstoffe, der Oxidationsprodukte und der Zus\u00e4tze in diesen \u00d6len erfolgt.<\/p>\n<p>(3) Basis\u00f6le sind unlegierte Grund\u00f6le zur Herstellung der folgenden nach Sortengruppen spezifizierten Erzeugnisse:<\/p>\n<p>Sortengruppe 01 Motoren\u00f6le<br \/>\nSortengruppe 02 Getriebe\u00f6le<br \/>\nSortengruppe 03 Hydraulik\u00f6le<br \/>\nSortengruppe 04 Turbinen\u00f6le<br \/>\nSortengruppe 05 Elektroisolier\u00f6le<br \/>\nSortengruppe 06 Kompressoren\u00f6le<br \/>\nSortengruppe 07 Maschinen\u00f6le<br \/>\nSortengruppe 08 Andere Industrie\u00f6le, nicht f\u00fcr Schmierzwecke<br \/>\nSortengruppe 09 Prozess\u00f6le<br \/>\nSortengruppe 10 Metallbearbeitungs\u00f6le<br \/>\nSortengruppe 11 Schmierfette.<\/p>\n<p>(4) PCB im Sinne dieser Verordnung sind die in \u00a7 1 Absatz 2 Nummer 1 der PCB\/PCT-Abfallverordnung bezeichneten Stoffe.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a7 2 Vorrang der Aufbereitung<\/strong><\/p>\n<p>(1) Die stoffliche Verwertung von Alt\u00f6len hat Vorrang vor der energetischen Verwertung und der Beseitigung, soweit dies technisch m\u00f6glich und wirtschaftlich zumutbar ist. Im Rahmen der stofflichen Verwertung hat die Aufbereitung Vorrang vor alternativ in Frage kommenden Recyclingverfahren nach Ma\u00dfgabe von \u00a7 6 Absatz 2 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes.<\/p>\n<p>(2) Alt\u00f6le der Sammelkategorie 1 der Anlage 1 sind zur Aufbereitung geeignet.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a7 3 Grenzwerte<\/strong><\/p>\n<p>Alt\u00f6le d\u00fcrfen nicht stofflich verwertet werden, wenn sie mehr als 20 mg PCB\/kg, ermittelt nach den in Anlage 2 Abschnitt 2 festgelegten Untersuchungsverfahren, oder mehr als 2 g Gesamthalogen\/kg nach einem der in Anlage 2 Abschnitt 3 festgelegten Untersuchungsverfahren enthalten. Dies gilt nicht, wenn diese Schadstoffe durch stoffliche Verwertung zerst\u00f6rt werden oder zumindest die Konzentration dieser Schadstoffe in den Produkten der stofflichen Verwertung unterhalb der in Satz 1 genannten Grenzwerte liegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a7 4 Getrennte Entsorgung, Vermischungsverbote<\/strong><\/p>\n<p>(1) Es ist verboten, Alt\u00f6le im Sinne des \u00a7 1a Absatz 1 mit anderen Abf\u00e4llen zu vermischen.<\/p>\n<p>(2) \u00d6le auf der Basis von PCB, die insbesondere in Transformatoren, Kondensatoren und Hydraulikanlagen enthalten sein k\u00f6nnen, m\u00fcssen von Besitzern, Sammlern und Bef\u00f6rderern getrennt gesammelt, getrennt bef\u00f6rdert und getrennt einer Entsorgung zugef\u00fchrt werden. Die zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde kann Ausnahmen von Satz 1 zulassen, wenn eine Getrenntsammlung an der Anfallstelle aus betriebstechnischen Gr\u00fcnden nur mit einem unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hohen Aufwand durchf\u00fchrbar ist und eine Entsorgung in einer daf\u00fcr nach \u00a7 4 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes zugelassenen Anlage vom Alt\u00f6lbesitzer nachgewiesen wird.<\/p>\n<p>(3) Alt\u00f6le unterschiedlicher Sammelkategorien nach Anlage 1 d\u00fcrfen nicht untereinander gemischt werden.<\/p>\n<p>(4) In nach \u00a7 4 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes zugelassenen Anlagen zur stofflichen und energetischen Verwertung oder sonstigen Entsorgung von Alt\u00f6len oder Abf\u00e4llen gelten die Verbote nach den Abs\u00e4tzen 1 bis 3 nicht, soweit eine Getrenntsammlung der Alt\u00f6le zur Einhaltung der Pflicht zur ordnungsgem\u00e4\u00dfen und schadlosen Verwertung sowie zur vorrangigen Aufbereitung der Alt\u00f6le nicht erforderlich und eine Vermischung der Alt\u00f6le in der Zulassung der Entsorgungsanlage vorgesehen ist.<\/p>\n<p>(5) Das Verbot nach Absatz 3 gilt nicht f\u00fcr Erzeuger, Besitzer, Sammler oder Bef\u00f6rderer von Alt\u00f6len der Sammelkategorien 2 bis 4 nach Anlage 1, soweit eine Getrenntsammlung der Alt\u00f6le nicht erforderlich ist, die Entsorgung der Alt\u00f6le in einer Entsorgungsanlage erfolgt, in deren Zulassung eine Vermischung der Alt\u00f6le nach Absatz 4 vorgesehen ist und die ordnungsgem\u00e4\u00dfe Entsorgung der vermischten Alt\u00f6le durch einen Entsorgungsnachweis oder Sammelentsorgungsnachweis nach den Bestimmungen der Nachweisverordnung best\u00e4tigt worden ist. Satz 1 gilt f\u00fcr die Erzeuger, Besitzer oder Bef\u00f6rderer von Alt\u00f6len entsprechend, soweit die Entsorgung vermischter Alt\u00f6le in der Anlage eines Alt\u00f6lentsorgers erfolgt, der nach \u00a7 7 Absatz 1 Nummer 1, 2 oder 3 der Nachweisverordnung von der Best\u00e4tigungspflicht freigestellt ist. Die Best\u00e4tigung nach \u00a7 5 oder \u00a7 9 Absatz 3 in Verbindung mit \u00a7 5 oder die Freistellung nach \u00a7 7 Absatz 1 Nummer 2 sowie die Annahmeerkl\u00e4rung nach \u00a7 3 Absatz 3, auch in Verbindung mit \u00a7 7 Absatz 4 Satz 1 und \u00a7 9 Absatz 3 Satz 2 der Nachweisverordnung f\u00fcr die Entsorgung gemischter Alt\u00f6le, darf nur unter Beachtung der Abs\u00e4tze 1 und 2 sowie des Absatzes 2 Satz 2 und Absatz 4 erteilt werden.<\/p>\n<p>(6) Abweichend von Absatz 3 sind Alt\u00f6le der Sammelkategorien 1 bis 4 nach Anlage 1 von Erzeugern, Sammlern, Bef\u00f6rderern und Entsorgern nach Abfallschl\u00fcsseln getrennt zu sammeln, soweit dies in der Genehmigung nach \u00a7 4 Absatz 1 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes f\u00fcr die Alt\u00f6lentsorgungsanlage oder in der Best\u00e4tigung des Entsorgungsnachweises nach \u00a7 5 Absatz 1 Satz 1 oder in der Best\u00e4tigung des Sammelentsorgungsnachweises nach \u00a7 9 Absatz 3 in Verbindung mit \u00a7 5 Absatz 1 Satz 1 oder der Freistellung nach \u00a7 7 Absatz 1 Nummer 2 der Nachweisverordnung angeordnet ist.<\/p>\n<p>(7) \u00a7 30 der Nachweisverordnung findet entsprechende Anwendung.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a7 5 Entnahme, Untersuchung und Aufbewahrung von Proben<\/strong><\/p>\n<p>(1) Unternehmen der Alt\u00f6lsammlung haben bei der \u00dcbernahme von Alt\u00f6len der Sammelkategorien 1 und 2 eine Probe zu entnehmen. Je eine Teilmenge dieser Probe (R\u00fcckstellprobe) ist von der Anfallstelle und vom Unternehmen der Alt\u00f6lsammlung aufzubewahren, bis die nach Absatz 2 vorgeschriebene Untersuchung durchgef\u00fchrt worden ist und feststeht, dass die Alt\u00f6le ordnungsgem\u00e4\u00df entsorgt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>(2) Wer Alt\u00f6le stofflich oder energetisch verwertet, muss die Gehalte an PCB und Gesamthalogen in diesen Abf\u00e4llen untersuchen oder untersuchen lassen. Nimmt der Betreiber einer Alt\u00f6lentsorgungsanlage die Untersuchung nicht selbst vor, ist sie von einer notifizierten Untersuchungsstelle durchzuf\u00fchren. Grundlage f\u00fcr diese Notifizierung ist eine Akkreditierung nach DIN EN ISO 17025. Nimmt der Betreiber einer Alt\u00f6lentsorgungsanlage die Untersuchung selbst vor, ohne regelm\u00e4\u00dfig mit Erfolg an Ringversuchen teilzunehmen, kann die zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde die Untersuchung durch eine bestimmte Untersuchungsstelle vorschreiben.<\/p>\n<p>(3) Aus den zu untersuchenden Alt\u00f6len ist eine Probe zu entnehmen. Eine Teilmenge dieser Probe (R\u00fcckstellprobe) ist von dem nach Absatz 2 Untersuchungspflichtigen drei Jahre aufzubewahren. Die Entnahme, Untersuchung und Aufbewahrung von Proben zur \u00dcberwachung der in \u00a7 3 festgesetzten Grenzwerte erfolgt nach dem in Anlage 2 beschriebenen Verfahren.<\/p>\n<p>(4) Ergibt die Untersuchung nach Absatz 2, dass die Grenzwerte nach \u00a7 3 Satz 1 \u00fcberschritten sind, hat der nach Absatz 2 Satz 1 Untersuchungspflichtige die f\u00fcr das Unternehmen des Alt\u00f6lsammlers zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde unverz\u00fcglich zu unterrichten. Die nach Absatz 1 Satz 2 und Absatz 3 Satz 2 zur Aufbewahrung von R\u00fcckstellproben Verpflichteten haben die R\u00fcckstellproben der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rde auf Verlangen zu \u00fcberlassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a7 6 Erg\u00e4nzende Erkl\u00e4rungen zur Nachweisf\u00fchrung<\/strong><\/p>\n<p>(1) Wer Alt\u00f6le<\/p>\n<p>1. als Alt\u00f6lsammler zum Zwecke der stofflichen oder energetischen Verwertung abgibt oder<\/p>\n<p>2. gewerbsm\u00e4\u00dfig, im Rahmen wirtschaftlicher Unternehmen oder als \u00f6ffentliche Einrichtung an Unternehmen der Alt\u00f6lsammlung zum Zwecke der stofflichen oder energetischen Verwertung abgibt,<\/p>\n<p>hat gleichzeitig mit der Abgabe oder vor der Verbringung eine Erkl\u00e4rung nach dem in Anlage 3 enthaltenen Muster abzugeben. Die Vorschriften der Nachweisverordnung bleiben unber\u00fchrt.<\/p>\n<p>(2) Wer Alt\u00f6le nach \u00a7 5 Absatz 2 Satz 1 untersuchen muss, hat die ermittelten Gehalte an PCB und Gesamthalogen erg\u00e4nzend in die Erkl\u00e4rung nach Anlage 3 einzutragen, auch soweit er nicht nach Absatz 1 verpflichtet ist.<\/p>\n<p>(3) Je eine Ausfertigung der Erkl\u00e4rung ist von dem nach Absatz 1 Satz 1 Verpflichteten und dem Unternehmen, welches das Alt\u00f6l \u00fcbernimmt, drei Jahre aufzubewahren.<\/p>\n<p>(4) Der nach Absatz 1 Nummer 1 zur Erkl\u00e4rung Verpflichtete kann die Erkl\u00e4rung nach Absatz 1 statt in Anlage 3 im Formblatt Deklarationsanalyse des Entsorgungsnachweises eintragen. Der nach Absatz 1 Nummer 2 zur Erkl\u00e4rung Verpflichtete kann die Erkl\u00e4rung nach Absatz 1 statt in Anlage 3 in den \u00dcbernahmescheinen nach \u00a7 12 der Nachweisverordnung im Feld &#8222;Frei f\u00fcr Vermerke&#8220; eintragen.<\/p>\n<p>(5) Der nach Absatz 2 zur Untersuchung Verpflichtete kann die ermittelten Gehalte an PCB und Gesamthalogen statt in Anlage 3 auf den Begleitscheinen nach \u00a7 10 der Nachweisverordnung im Feld &#8222;Frei f\u00fcr Vermerke&#8220; eintragen.<\/p>\n<p>(6) F\u00fcr die Abgabe der erg\u00e4nzenden Erkl\u00e4rungen zur Nachweisf\u00fchrung nach Absatz 4 Satz 1 und 2 und Absatz 5 finden die Bestimmungen der Nachweisverordnung zur elektronischen F\u00fchrung von Nachweisen entsprechende Anwendung, einschlie\u00dflich des \u00a7 30 der Nachweisverordnung.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Zweiter Abschnitt<br \/>\n<strong>Anforderungen an die Abgabe von Verbrennungsmotoren- oder Getriebe\u00f6len<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a7 7 Kennzeichnung der Gebinde<\/strong><\/p>\n<p>Verbrennungsmotoren- oder Getriebe\u00f6le d\u00fcrfen in Gebinden nur in Verkehr gebracht werden, wenn sie durch Aufdruck oder Aufkleber folgenderma\u00dfen gekennzeichnet sind:<\/p>\n<p>&#8222;Dieses \u00d6l geh\u00f6rt nach Gebrauch in eine Alt\u00f6lannahmestelle! Unsachgem\u00e4\u00dfe Beseitigung von Alt\u00f6l gef\u00e4hrdet die Umwelt! Jede Beimischung von Fremdstoffen wie L\u00f6semitteln, Benzin, Brems- und K\u00fchlfl\u00fcssigkeiten ist verboten.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a7 8 Alt\u00f6lannahmestelle bei Abgabe an Endverbraucher<\/strong><\/p>\n<p>(1) Wer gewerbsm\u00e4\u00dfig Verbrennungsmotoren- oder Getriebe\u00f6l an Endverbraucher abgibt, hat vor einer Abgabe eine Annahmestelle nach Absatz 2 f\u00fcr solche gebrauchten \u00d6le einzurichten oder eine solche durch entsprechende vertragliche Vereinbarung nachzuweisen. Bei der Abgabe an private Endverbraucher ist durch leicht erkennbare und lesbare Schrifttafeln am Ort des Verkaufs auf die Annahmestelle nach Absatz 2 hinzuweisen.<\/p>\n<p>(2) Die Annahmestelle muss gebrauchte Verbrennungsmotoren- oder Getriebe\u00f6le bis zur Menge der im Einzelfall abgegebenen Verbrennungsmotoren- und Getriebe\u00f6le kostenlos annehmen. Sie muss \u00fcber eine Einrichtung verf\u00fcgen, die es erm\u00f6glicht, den \u00d6lwechsel fachgerecht durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>(3) Befindet sich die Annahmestelle nicht am Verkaufsort, so muss sie in einem solchen r\u00e4umlichen Zusammenhang zum Verkaufsort stehen, dass ihre Inanspruchnahme f\u00fcr den K\u00e4ufer zumutbar ist.<\/p>\n<p>(4) Die Abs\u00e4tze 1 bis 2 gelten sinngem\u00e4\u00df auch f\u00fcr \u00d6lfilter und beim \u00d6lwechsel regelm\u00e4\u00dfig anfallende \u00f6lhaltige Abf\u00e4lle.<\/p>\n<p>(5) Die Abs\u00e4tze 1 bis 4 gelten entsprechend, wenn f\u00fcr den gewerbsm\u00e4\u00dfigen Verkauf von Verbrennungsmotoren- und Getriebe\u00f6len an Endverbraucher Fernkommunikationsmittel verwendet werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a7 9 Ausnahmen f\u00fcr gewerbliche Endverbraucher, Schiffahrt<\/strong><\/p>\n<p>(1) Soweit gewerbliche oder sonstige wirtschaftliche Unternehmen oder \u00f6ffentliche Einrichtungen Verbrennungsmotoren- oder Getriebe\u00f6le unmittelbar beim Hersteller oder Mineral\u00f6lhandel erwerben, muss die Annahmestelle nicht am Verkaufsort oder in dessen N\u00e4he eingerichtet oder nachgewiesen werden. Der Verk\u00e4ufer kann sich zur Erf\u00fcllung seiner Annahmeverpflichtung Dritter bedienen.<\/p>\n<p>(2) F\u00fcr den Bereich der Binnenschiffahrt und der Seeschifffahrt gilt die Annahmeverpflichtung des Verk\u00e4ufers als erf\u00fcllt, wenn der K\u00e4ufer die Einrichtungen der Bilgenent\u00f6lung oder die Auffanganlagen gem\u00e4\u00df des Internationalen \u00dcbereinkommens zur Verh\u00fctung der Meeresverschmutzung durch den Schiffsbetrieb (MARPOL) in Anspruch nimmt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Dritter Abschnitt<br \/>\n<strong>Schlussbestimmungen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>\u00a7 10 Ordnungswidrigkeiten<\/strong><\/p>\n<p>(1) Ordnungswidrig im Sinne des \u00a7 69 Absatz 1 Nummer 8 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes handelt, wer vors\u00e4tzlich oder fahrl\u00e4ssig<\/p>\n<p>1. entgegen \u00a7 3 Satz 1 Alt\u00f6le stofflich verwertet,<br \/>\n2. entgegen \u00a7 4 Absatz 1 Alt\u00f6le mit anderen Abf\u00e4llen vermischt,<br \/>\n3. entgegen \u00a7 4 Absatz 2 Satz 1 dort genannte \u00d6le nicht getrennt sammelt, nicht getrennt bef\u00f6rdert oder nicht getrennt einer Entsorgung zuf\u00fchrt,<br \/>\n4. entgegen \u00a7 4 Absatz 3 Alt\u00f6le untereinander mischt,<br \/>\n5. entgegen \u00a7 4 Absatz 6 Satz 1 Alt\u00f6le nicht getrennt sammelt oder<br \/>\n6. entgegen \u00a7 8 Absatz 1 eine Annahmestelle nicht oder nicht rechtzeitig einrichtet und nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig nachweist oder einen Hinweis nicht, nicht richtig oder nicht in der vorgeschriebenen Weise gibt.<\/p>\n<p>(2) Ordnungswidrig im Sinne des \u00a7 69 Absatz 2 Nummer 15 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes handelt, wer vors\u00e4tzlich oder fahrl\u00e4ssig<\/p>\n<p>1. entgegen \u00a7 5 Absatz 4 die zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde nicht oder nicht rechtzeitig unterrichtet oder die R\u00fcckstellprobe nicht oder nicht rechtzeitig \u00fcberl\u00e4sst oder<br \/>\n2. entgegen \u00a7 7 Verbrennungsmotoren\u00f6le oder Getriebe\u00f6le in Gebinden in den Verkehr bringt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a7 11 (weggefallen)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a7\u00a7 12 und 13 (weggefallen)<br \/>\n&#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\u00a7 14<\/p>\n<p>(Inkrafttreten)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Anlage 1 (zu \u00a7 2 Abs. 2 und \u00a7 4 Abs. 3 und 6)<\/strong><br \/>\n<strong>Zuordnung von Abfallschl\u00fcsseln zu einer Sammelkategorie<\/strong><\/p>\n<p>(Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2002, 1372)<\/p>\n<table style=\"width: 100%;\" width=\"100%\">\n<tbody valign=\"top\">\n<tr>\n<td style=\"width: 99.9201%;\" colspan=\"2\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">Sammelkategorie 1:<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 13.1095%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">13 01 10*<\/td>\n<td style=\"width: 86.8106%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">nichtchlorierte Hydraulik\u00f6le auf Mineral\u00f6lbasis<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 13.1095%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">13 02 05*<\/td>\n<td style=\"width: 86.8106%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">nichtchlorierte Maschinen-, Getriebe- und Schmier\u00f6le auf Mineral\u00f6lbasis<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 13.1095%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">13 02 06*<\/td>\n<td style=\"width: 86.8106%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">synthetische Maschinen-, Getriebe- und Schmier\u00f6le<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 13.1095%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">13 02 08*<\/td>\n<td style=\"width: 86.8106%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">andere Maschinen-, Getriebe- und Schmier\u00f6le<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 13.1095%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">13 03 07<\/td>\n<td style=\"width: 86.8106%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">nichtchlorierte Isolier- und W\u00e4rme\u00fcbertragungs\u00f6le auf Mineral\u00f6lbasis<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 99.9201%;\" colspan=\"2\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">Sammelkategorie 2:<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 13.1095%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">12 01 07*<\/td>\n<td style=\"width: 86.8106%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">halogenfreie Bearbeitungs\u00f6le auf Mineral\u00f6lbasis (au\u00dfer Emulsionen und L\u00f6sungen)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 13.1095%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">12 01 10*<\/td>\n<td style=\"width: 86.8106%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">synthetische Bearbeitungs\u00f6le<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 13.1095%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">13 01 11*<\/td>\n<td style=\"width: 86.8106%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">synthetische Hydraulik\u00f6le<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 13.1095%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">13 01 13*<\/td>\n<td style=\"width: 86.8106%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">andere Hydraulik\u00f6le<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 99.9201%;\" colspan=\"2\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">Sammelkategorie 3:<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 13.1095%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">12 01 06*<\/td>\n<td style=\"width: 86.8106%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">halogenhaltige Bearbeitungs\u00f6le auf Mineral\u00f6lbasis (au\u00dfer Emulsionen und L\u00f6sungen)<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 13.1095%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">13 01 01*<\/td>\n<td style=\"width: 86.8106%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">Hydraulik\u00f6le, die PCB enthalten<a name=\"FnR.BJNR209200020_01\"><\/a><sup><a class=\"FnR\" href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/alt_lv\/BJNR023350987.html#BJNR209200020_01\">1)<\/a><\/sup><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 13.1095%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">13 01 09*<\/td>\n<td style=\"width: 86.8106%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">chlorierte Hydraulik\u00f6le auf Mineral\u00f6lbasis<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 13.1095%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">13 02 04*<\/td>\n<td style=\"width: 86.8106%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">chloriere Maschinen-, Getriebe- und Schmier\u00f6le auf Mineral\u00f6lbasis<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 13.1095%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">13 03 01<\/td>\n<td style=\"width: 86.8106%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">Isolier- und W\u00e4rme\u00fcbertragungs\u00f6le, die PCB enthalten<sup><a class=\"FnR\" href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/alt_lv\/BJNR023350987.html#BJNR209200020_01\">1)<\/a><\/sup><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 13.1095%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">13 03 06<\/td>\n<td style=\"width: 86.8106%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">chlorierte Isolier- und W\u00e4rme\u00fcbertragungs\u00f6le auf Mineral\u00f6lbasis mit Ausnahme derjenigen, die unter 13 03 01 fallen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 99.9201%;\" colspan=\"2\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">Sammelkategorie 4:<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 13.1095%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">13 01 12*<\/td>\n<td style=\"width: 86.8106%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">biologisch leicht abbaubare Hydraulik\u00f6le<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 13.1095%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">13 02 07*<\/td>\n<td style=\"width: 86.8106%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">biologisch leicht abbaubare Maschinen-, Getriebe- und Schmier\u00f6le<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 13.1095%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">13 03 08*<\/td>\n<td style=\"width: 86.8106%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">synthetische Isolier- und W\u00e4rme\u00fcbertragungs\u00f6le<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 13.1095%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">13 03 09*<\/td>\n<td style=\"width: 86.8106%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">biologisch leicht abbaubare Isolier- und W\u00e4rme\u00fcbertragungs\u00f6le<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 13.1095%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">13 03 10<\/td>\n<td style=\"width: 86.8106%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">andere Isolier- und W\u00e4rme\u00fcbertragungs\u00f6le<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 13.1095%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">13 05 06<\/td>\n<td style=\"width: 86.8106%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">\u00d6le aus \u00d6l-\/Wasserabscheidern<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 13.1095%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">13 07 01<\/td>\n<td style=\"width: 86.8106%;\" align=\"left\" charoff=\"50\" valign=\"top\">Heiz\u00f6l und Diesel<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>1) Mit einem PCB-Gehalt von nicht mehr als 50 mg\/kg.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Anlage 2 (zu \u00a7 5 Abs. 3)<br \/>\nProbenahme und Untersuchung von Alt\u00f6l<\/p>\n<p>(Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2002, 1373 &#8211; 1374)<\/p>\n<p>1 Entnahme und Aufbewahrung der Proben<br \/>\nDie Probenahme f\u00fcr die Untersuchung eines Alt\u00f6ls auf die Gehalte an Gesamthalogen und polychlorierten Biphenylen (PCB) wird nach DIN EN ISO 3170, Ausgabe Juni 2004 (und DIN EN ISO 3170 Berichtigung 1, Ausgabe Dezember 2007) und DIN EN ISO 3171, Ausgabe November 2000, durchgef\u00fchrt. Erg\u00e4nzend zu den Vorschriften der Norm DIN EN ISO 3170 und DIN EN ISO 3171 wird auf Folgendes hingewiesen:<\/p>\n<p>1.1 Einsatz von Vakuum-Tankwagen<br \/>\nBei Einsatz von Vakuum-Tankwagen kann die Probenahme wie nachfolgend beschrieben (siehe Abbildung) erfolgen.<\/p>\n<p>Probenahmevorrichtung an Vakuum-Tankwagen(Inhalt: nicht darstellbare Abbildung,<br \/>\nFundstelle: BGBl. I 2002, 1373)<br \/>\nDer Saugschlauch wird an den Entnahmestutzen des Alt\u00f6ltanks angeschlossen oder in andere Beh\u00e4lter eingeh\u00e4ngt. Nachdem der Tank des Fahrzeugs unter Vakuum gesetzt wurde, werden die Schieber 1 und 4 bei geschlossenen H\u00e4hnen 2 und 3 ge\u00f6ffnet und der \u00dcbernahmevorgang beginnt. Am Anfang und mehrfach wiederholt bis zum Ende, werden die Schieber 1 und 4 geschlossen, das dazwischenliegende Rohrst\u00fcck mittels des Hahnes 2 bel\u00fcftet und anschlie\u00dfend \u00fcber den Hahn 3 der Inhalt dieses Rohrstutzens in ein Probenahmegef\u00e4\u00df abgelassen. Aus mehreren solchen Entnahmen wird eine Gesamtprobe von mindestens 1 l erhalten. Die Probenahme soll nicht sofort mit Beginn der Alt\u00f6l\u00fcbernahme erfolgen, da sonst durch Verschleppungseffekte Probenverf\u00e4lschungen eintreten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>1.2 Probenahmegef\u00e4\u00dfe<br \/>\nZur Probenahme und zum Aufbewahren der Proben sind Glas- oder Metallgef\u00e4\u00dfe zu verwenden. Gef\u00e4\u00dfe aus anderen Werkstoffen sind dann zugelassen, wenn nachgewiesen ist, dass keine das Messergebnis beeinflussende Aufnahme von PCB durch die Gef\u00e4\u00dfwandung erfolgt.<\/p>\n<p>1.3 Probemenge<br \/>\nDie jeweilige Probenmenge betr\u00e4gt mindestens 1 l.<\/p>\n<p>1.4 Probenahme an der Anfallstelle<br \/>\nBei der Probenahme an einer Alt\u00f6lanfallstelle gem\u00e4\u00df \u00a7 5 Abs. 1 Satz 1 verbleiben von der Probe 250 ml bei der Anfallstelle und 250 ml beim Alt\u00f6lsammler.<\/p>\n<p>1.5 Probenahme an der Aufarbeitungsstelle<br \/>\nBei der Probenahme f\u00fcr Zwecke des \u00a7 5 Abs. 2 dieser Verordnung ist die Probe in vier Teilproben zu unterteilen. Hiervon ist je eine Probe f\u00fcr das Untersuchungslaboratorium, eine Probe f\u00fcr den Anlieferer, eine Probe f\u00fcr den Aufbereiter und eine Probe f\u00fcr etwaige Schiedsanalysen (R\u00fcckstellproben) bestimmt.<br \/>\nSoweit im konkreten Fall mehrere Proben f\u00fcr ein und dieselbe Stelle bestimmt sind, reduziert sich die Zahl der Teilproben entsprechend.<\/p>\n<p>1.6 Beachtung von Sicherheitsvorschriften<br \/>\nBei der Probenahme sowie beim Umgang mit der Probe sind die einschl\u00e4gigen Sicherheitsbestimmungen, insbesondere die des Brandschutzes, zu beachten.<\/p>\n<p>1.7 Probenahmeprotokoll<br \/>\n\u00dcber die Probenahme ist ein Protokoll in Anlehnung an das Muster der Norm 51 750 Teil 1 zu fertigen.<\/p>\n<p>1.8 Aufbewahrung von Proben<br \/>\nDie Aufbewahrung von nach dieser Verordnung entnommenen Proben richtet sich nach \u00a7 5 Abs. 1 und 3. Im Falle eines Straf- oder Bu\u00dfgeldverfahrens sind die f\u00fcr die Schiedsprobe (Schiedsverfahren nach DIN EN ISO 4259-2, Ausgabe Februar 2020) vorgesehenen Probenbeh\u00e4lter bis zum Abschluss des Verfahrens aufzubewahren.<br \/>\nDie gezogenen Proben sind so zu sichern (z.B. durch Plombieren), dass die Probemenge unver\u00e4ndert bleibt, sowie Ort und Zeit der Entnahme jederzeit nachgewiesen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>2 Bestimmung des Gehaltes an polychlorierten Biphenylen (PCB)<\/p>\n<p>2.1 Grundsatz<br \/>\nEs werden die Einzelgehalte der folgenden 6 Congenere<\/p>\n<p>2,4,4&#8242;-Trichlorbiphenyl (PCB 28)<br \/>\n2,2&#8242;,5,5&#8242;-Tetrachlorbiphenyl (PCB 52)<br \/>\n2,2&#8242;,4,5,5&#8242;-Pentachlorbiphenyl (PCB 101)<br \/>\n2,2&#8242;,3,4&#8242;,4&#8242;,5&#8242;-Hexachlorbiphenyl (PCB 138)<br \/>\n2,2&#8242;,4,4&#8242;,5,5&#8242;-Hexachlorbiphenyl (PCB 153)<br \/>\n2,2&#8242;,3,4,4&#8242;,5,5&#8242;-Heptachlorbiphenyl (PCB 180)<br \/>\nim Alt\u00f6l bestimmt und hieraus der PCB-Gehalt berechnet.<\/p>\n<p>2.2 Untersuchungsverfahren<br \/>\nDie Bestimmung der Einzelgehalte der in Abschnitt 2.1 genannten 6 Congenere hat nach DIN EN 12 766 Teil 1, Ausgabe November 2000, zu erfolgen.<\/p>\n<p>2.3 Berechnungsverfahren<br \/>\nDie Berechnung des PCB-Gehaltes hat nach DIN EN 12 766 Teil 2, Ausgabe Dezember 2001, Verfahren B, zu erfolgen.<\/p>\n<p>2.4 \u00dcberschreitung des Grenzwertes<br \/>\nBei einem berechneten Gehalt von 28,5 mg PCB\/kg Alt\u00f6l gilt der nach \u00a7 3 einzuhaltende Grenzwert von 20 mg PCB\/kg Alt\u00f6l als \u00fcberschritten. Gem\u00e4\u00df den Pr\u00e4zisionsangaben der DIN EN 12 766 Teil 2, Ausgabe Dezember 2001, ist bei diesem Wert eine \u00dcberschreitung des Grenzwertes mit einer statistischen Sicherheit von 95% gegeben.<\/p>\n<p>3 Bestimmung des Gesamthalogengehaltes<\/p>\n<p>3.1 Grundsatz<br \/>\nUnter dem Gehalt eines Alt\u00f6les an Gesamthalogen wird der Massenanteil an den anorganisch und organisch gebundenen Halogenen Chlor und Brom in der wasserfreien \u00d6lphase verstanden.<br \/>\nDie zur Bestimmung des Gesamthalogengehaltes geeigneten Methoden sind in Abschnitt 3.3 aufgef\u00fchrt.<br \/>\nGleichwertige Methoden sind zugelassen.<\/p>\n<p>3.2 Probenvorbereitung<br \/>\nDie Probenvorbereitung ist derart durchzuf\u00fchren, dass die ermittelten Gehalte sich auf die wasserfreie \u00d6lphase beziehen. Die zu untersuchende fl\u00fcssige Probe wird auf etwa vorhandenes Absetzwasser hin gepr\u00fcft. Falls eine Wasserphase erkennbar ist, wird diese mittels eines Scheidetrichters abgetrennt.<br \/>\nDie erhaltene \u00d6lphase oder Proben mit geringen Anteilen freien Wassers oder Emulsionen werden homogenisiert.<br \/>\nDie Wasseranteile der homogenisierten Proben werden mit wasserfreiem Natriumsulfat entfernt, das in eine Probemenge von 5 bis 30 g portionsweise einger\u00fchrt wird.<br \/>\nSofern erforderlich, werden das Natriumsulfat sowie andere Feststoffe vom \u00d6l abzentrifugiert.<br \/>\nAnmerkung:<br \/>\nDie Trocknung der Alt\u00f6lprobe ist so durchzuf\u00fchren, dass Verdampfungsverluste durch leichtfl\u00fcchtige Bestandteile vermieden werden.<\/p>\n<p>3.3 Analysenverfahren<\/p>\n<p>3.3.1 Vortest mit energiedispersiver R\u00f6ntgenfluoreszenz-Analyse<br \/>\nBestimmung des Chlor- und Bromgehaltes mit energiedispersiver R\u00f6ntgenfluoreszenz-Analyse nach DIN 51 577 Teil 4, Ausgabe Februar 1994.<\/p>\n<p>3.3.2 Referenzverfahren<\/p>\n<p>3.3.2.1 Verbrennung und Bestimmung des Halogenidgehaltes in der Aufschlussl\u00f6sung<br \/>\nAufschluss der Probe in Anlehnung an das Verbrennungsverfahren zur Bestimmung des Halogen- und Schwefelgehalts in Materialien durch Verbrennung in einem geschlossenen, Sauerstoff enthaltenen System nach DIN EN 14 582, Ausgabe Dezember 2016, oder durch ein anderes, gleichwertiges Verfahren und nachfolgende Bestimmung des Halogenidgehaltes (gem\u00e4\u00df Abschnitt 3.1) in der Aufschlussl\u00f6sung auf Basis einer argentometrischen Titration z. B. nach DIN 51 408 Teil 1, Ausgabe Juni 1983, oder nach DIN 38 405 Teil 1, Ausgabe Dezember 1985, oder mittels Ionenchromatographie nach DIN EN ISO 10 304 Teil 1, Ausgabe Juli 2009, oder durch ein anderes, gleichwertiges Verfahren.<\/p>\n<p>3.3.2.2 Wellenl\u00e4ngendispersive R\u00f6ntgenfluoreszenz-Analyse<br \/>\nBestimmung des Chlor- und Bromgehaltes mit wellenl\u00e4ngendispersiver R\u00f6ntgenfluoreszenz-Analyse nach DIN ISO 15 597, Ausgabe Januar 2006.<\/p>\n<p>3.4 \u00dcberschreitung des Grenzwertes<br \/>\nEine \u00dcberschreitung des nach \u00a7 3 Abs. 1 zul\u00e4ssigen Gesamthalogengehaltes ist grunds\u00e4tzlich nachgewiesen, wenn der nach einem Referenzverfahren ermittelte Gehalt um mehr als 5 % \u00fcber dem Grenzwert liegt. Die Untersuchung nach einem der Referenzverfahren kann entfallen, wenn bei dem Vortest ein Gesamthalogengehalt von 1,4 g\/kg nicht \u00fcberschritten wird.<\/p>\n<p>4 Qualit\u00e4tssicherung und -kontrolle<br \/>\nDie Untersuchungsstellen sind verpflichtet, die Verl\u00e4sslichkeit der Analysenergebnisse durch geeignete Ma\u00dfnahmen zur Qualit\u00e4tssicherung und -kontrolle abzusichern. Dazu geh\u00f6rt unter anderem der Nachweis \u00fcber die regelm\u00e4\u00dfige erfolgreiche Teilnahme an Ringversuchen.<\/p>\n<p>5. G Bekanntmachung sachverst\u00e4ndiger Stellen<br \/>\nDie in den Abschnitten 1, 2 und 3 genannten Bekanntmachungen sachverst\u00e4ndiger Stellen sind beim Deutschen Patent- und Markenamt in M\u00fcnchen archivm\u00e4\u00dfig gesichert niedergelegt. Die DIN-Normen sind in der Beuth-Verlag GmbH, Berlin und K\u00f6ln erschienen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Anlage 3 (zu \u00a7 6 Abs. 1 und 2)<br \/>\nErkl\u00e4rung \u00fcber die Entsorgung von Alt\u00f6len<\/p>\n<p>(Inhalt: nicht darstellbares Formblatt,<br \/>\nFundstelle: BGBl. I 2002, 1375;<br \/>\nbzgl. der einzelnen \u00c4nderungen vgl. Fu\u00dfnote)<\/p>\n<div class=\"social-share-buttons\"><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/sharer\/sharer.php?u=https:\/\/eurogesetze.com\/?p=1672\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Facebook<\/a><a href=\"https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?url=https:\/\/eurogesetze.com\/?p=1672&text=Alt%C3%B6lverordnung+%28Alt%C3%B6lV%29\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Twitter<\/a><a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/shareArticle?url=https:\/\/eurogesetze.com\/?p=1672&title=Alt%C3%B6lverordnung+%28Alt%C3%B6lV%29\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LinkedIn<\/a><a href=\"https:\/\/pinterest.com\/pin\/create\/button\/?url=https:\/\/eurogesetze.com\/?p=1672&description=Alt%C3%B6lverordnung+%28Alt%C3%B6lV%29\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pinterest<\/a><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alt\u00f6lV Vollzitat: &#8222;Alt\u00f6lverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 16. April 2002 (BGBl. I S. 1368), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 5. 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